Außerdem kannst du dort Inspirationen als Lesezeichen speichern und sie als Reise importieren!
Wenn du an Hamburg denkst, fallen dir wahrscheinlich als Erstes der berühmte Fischmarkt mit seinen leckeren Fischbrötchen, der Hamburger Michel, die 2017 fertiggestellte Elbphilharmonie und nicht zuletzt die verruchte Reeperbahn ein. Aber die Hansestadt im Norden Deutschlands hat so viel mehr zu bieten als diese teilweise überlaufenen Orte, die längst keine Geheimtipps mehr sind – im Gegensatz zu unseren Empfehlungen unten!
Unsere Highlights
Falkensteiner Ufer, Schiffswracks & Römischer Garten – Schon ein entspannter Spaziergang am Falkensteiner Ufer ist ein absolutes Highlight, vorbei am rot-weiß gestreiften Blankenese-Leuchtturm und vielem mehr. Zu einem wirklich dramatischen Erlebnis wird der gemütliche Spaziergang jedoch, wenn man plötzlich die seltsamen Holz- und Metallteile aus der Elbe herausragen sieht.
Das sind Teile der Schiffswracks „Polstjernan” und „MS Uwe”. Während die finnische „Polstjernan” (was „Polaris” bedeutet), die hauptsächlich aus Holz gebaut war, vor fast einem Jahrhundert, im Jahr 1926, aufgrund eines Maschinenbrands auf dem Weg nach England sank, geht der Untergang des Lastkahns „MS Uwe” auf das Jahr 1975 zurück. Zwei Frachter – die deutsche „Wiedau” sowie die polnische „Mieczyslaw Kalinowski” – kollidierten im dichten Dezembernebel, wobei die „Wiedau” gedreht wurde, den Kurs änderte und die „MS Uwe” buchstäblich in zwei Hälften teilte. Heute ragt nur noch das Heck der „MS Uwe” aus der Elbe heraus.
Nur wenige Meter von den Schiffswracks entfernt liegt der Römische Garten am Südhang des Polterbergs, ein wunderschöner Park, der – anders als die meisten anderen Parks in Hamburg – im Jugendstil gestaltet wurde. Seine Grundstruktur wurde in Form einer Terrasse angelegt, die ein wenig an die weltberühmten Reisterrassen auf der indonesischen Insel Bali erinnert. Seit 2005 dient der Park auch als Freilichtbühne, auf der in den Sommermonaten verschiedene Theaterstücke aufgeführt werden.
Tankweg & Bubendey – Es gibt kaum einen Ort in Hamburg, von dem aus man einen besseren und klareren Blick auf das hochindustrialisierte Hamburger Hafengebiet hat als vom „Tankweg” und seinem verzauberten Bubendey-Ufer. Der noch weitgehend unbekannte Ort lädt dazu ein, Fotos von den be- und entladenden Containerschiffen zu machen und an einem schönen Sommertag ein entspanntes Picknick zu veranstalten. Aber Achtung: Das benachbarte Eurogate-Terminal soll erweitert werden, sodass bereits über den Abriss des schönen Picknickplatzes am Ufer des Bubendey nachgedacht wird.
Friedhof Ohlsdorf – Der Friedhof im nördlichen Stadtteil Ohlsdorf ist mit rund 390 Hektar der größte Parkfriedhof weltweit und gleichzeitig Hamburgs größte Grünfläche. Viele deutsche Prominente sind hier begraben, wie der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und seine Frau Loki, die Musiker James Last und Roger Cicero oder der Film- und Literaturkritiker Helmut Karasek.
Peterstraße – Durch die typischen Kaufmannshäuser und Stadthäuser fühlt man sich in dieser kleinen Straße in der Hamburger Neustadt sofort ins 18. Jahrhundert zurückversetzt. Das ist aber ein Irrtum, denn ein Großteil der Häuser wurde eigentlich in den 1960er Jahren nach historischem Vorbild gebaut. Das tut der Schönheit dieser kleinen Allee und ihrem architektonischen Stil aber keinen Abbruch. Wenn du dich ein wenig für die klassische Musik der Hochromantik interessierst, kannst du außerdem für fünf Euro das Johannes-Brahms-Museum besuchen und mehr über den einflussreichen Komponisten erfahren, der im Mai 1833 in der Hafenstadt geboren wurde.
Boberger Dünen – Von der einst üppigen Dünenlandschaft Hamburgs ist nicht mehr viel übrig. Im Stadtteil Billwerder gibt es jedoch noch eine Wanderdüne im Naturschutzgebiet Boberger Niederung zu entdecken. Es ist sehr schön, hier spazieren zu gehen, auch wenn es etwas außerhalb des Hamburger Stadtzentrums liegt.
Bunthäuser Spitze – Wo sich die Ober- und Unterelbe in Hamburg an der sogenannten „Bunthäuser Spitze” treffen, steht ein kleiner Leuchtturm, genauer gesagt Hamburgs kleinster Leuchtturm mit dem Namen „Leuchtfeuer Bunthaus”. Der knapp sieben Meter hohe Leuchtturm steht seit 2005 unter Denkmalschutz und befindet sich in Heuckenlock, dem artenreichsten Naturschutzgebiet Hamburgs, wo man super Wanderungen entlang der Wattlandschaft unternehmen kann. Ein wunderschönes Stück Naturidylle in der Großstadtdschungel Hamburgs.
Park Fiction – Denkst du, dass Palmen in der „Schietwetter“-Hochburg Hamburg (was im Hamburger Slang „Schlechtwettergebiet“ bedeutet) nicht möglich sind und nur Stoff für Märchen und Legenden? Dann liegst du falsch! Der Mitte der 90er Jahre entstandene „Park Fiction” im Stadtteil Altona-Altstadt besteht aus verschiedenen Inseln, die einst von den Bewohnern entworfen wurden, nachdem sie sich gegen die weitere Bebauung ihres Viertels mit Wohn- und Bürogebäuden und für einen öffentlichen Park ausgesprochen hatten. So entstanden die bunten Stahlpalmen oder der grasbewachsene „fliegende Teppich”. Vom Park aus hat man einen fantastischen Blick über die Elbe und den Hamburger Hafen und ist nicht weit entfernt von den beliebten Landungsbrücken und der verruchten, lebhaften Reeperbahn.