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Die Stadt Münster im Westen Deutschlands ist vor allem für ihren Dom und den Prinzipalmarkt bekannt. Viele verbinden Münster aber auch mit einer sehr lebenswerten Fahrrad- und Studentenstadt mit hippen Cafés, Kneipen und manchmal ein bisschen Regen ;) Wenn du die Stadt in Nordrhein-Westfalen noch nicht kennst, findest du hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die besten Insidertipps und Restaurantempfehlungen für einen Städtetrip ins Münsterland.
Sehenswürdigkeiten
St. Pauli Dom
Der im gotisch-romanischen Stil erbaute St. Pauli Dom aus dem 13. Jahrhundert ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Münsters.
Im Inneren kannst du neben dem Hauptschiff mehrere Seitenaltäre und Kapellen entdecken. Die Kathedrale ist auch die Grabstätte von Clemens August Graf von Galen, der als Bischof von Münster bekannt wurde, weil er sich während des Zweiten Weltkriegs wiederholt öffentlich gegen die Gräueltaten der Nazis aussprach. Auf dem Domplatz findet jeden Mittwoch und Samstag von 7 bis 14:30 Uhr der Wochenmarkt statt.
Prinzipalmarkt
Überquere den Domplatz und geh weiter zum Prinzipalmarkt, der für seine Giebelhäuser bekannt ist. Die Häuserreihen sehen alle unterschiedlich aus und beherbergen unter anderem das gotische Rathaus mit seinem Friedenssaal. Der Saal war Schauplatz von mehr als fünf Jahren Friedensverhandlungen während des Dreißigjährigen Krieges in Europa. 1648 wurde der Krieg mit dem Friedensschluss in Münster beendet.
Der Prinzipalmarkt war schon immer die Heimat der Kaufleute und ist auch heute noch eine der wichtigsten Einkaufsstraßen in Münster. Tagsüber ist hier viel los, wenn Einwohner und Besucher in den Geschäften oder Restaurants flanieren. Und obwohl der Markt Teil der Innenstadt ist, fahren hier auch Busse, Autos und natürlich viele Radfahrer.
Lamberti-Kirche
Auf der Nordseite des Prinzipalmarkts steht auch die Lambertikirche aus dem Spätmittelalter. Der Bau der heutigen Lamberti-Kirche wurde schon im 14. Jahrhundert begonnen. Seit dem Ende des Münstertums hängen über der Uhr drei eiserne Körbe, die man vom Prinzipalmarkt aus sehen kann. Im 16. Jahrhundert wurden in diesen Körben die Leichen von drei zuvor hingerichteten Männern ausgestellt, die Mitglieder einer Reformationsbewegung waren. Heute sind die eisernen Körbe natürlich leer, erinnern uns aber immer an die Geschichte.
Fürstbischöfliches Schloss Münster
Westlich der Altstadt liegt das barocke Schloss Münster, das Ende des 18. Jahrhunderts als Residenz des Fürstbischofs gebaut wurde. Es ist ein echt beeindruckendes Gebäude (von außen), das leider im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde und wieder aufgebaut werden musste.
Heute ist das Schloss Sitz und gleichzeitig Wahrzeichen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU). Anstelle von prächtigen Sälen findet man im Inneren des Schlosses Büros und Hörsäle. Von außen ist das Schloss jedoch nach wie vor prächtig anzusehen.
Der große Vorplatz des Schlosses wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt, z. B. findet hier mehrmals im Jahr der Send (der größte Jahrmarkt im Münsterland) statt.
Im Park des barocken Fürstbischöflichen Schlosses befinden sich die Gewächshäuser des Botanischen Gartens. Der Botanische Garten ist nicht direkt mit dem Schloss verbunden, dazwischen liegt eine kleine Straße, aber von der Rückseite des Gartens aus kann man es schon sehen und den Schildern folgen.
Botanischer Garten
Der Botanische Garten in Münster gehört auch zur Universität, aber die Öffentlichkeit kann den Botanischen Garten das ganze Jahr über kostenlos besuchen. Nutzt diese Gelegenheit und ruht euch hier nach einem Tag voller Besichtigungen ein wenig aus. Im Garten gibt's viele Bänke, auf denen du dich ausruhen kannst, und die zahlreichen Infotafeln erzählen dir viel über die Pflanzenwelt.
Der Garten ist thematisch in verschiedene Bereiche unterteilt, z. B. gibt's einen Garten für Heilkräuter und -pflanzen oder für Pflanzen aus dem Mittelmeerraum oder den Alpen. Eine Besonderheit sind auch die beiden Gewächshäuser, in denen die tropischen Pflanzen stehen.
Aasee
Münster ist eine Stadt mit vielen Radfahrern. Deshalb wurde entlang der ehemaligen Stadtmauer eine autofreie, von Bäumen gesäumte Promenade angelegt, die dich zum Erholungsgebiet am Aasee führt. Am Aasee vergisst man direkt, dass man sich eigentlich in einer Großstadt befindet, und ein Spaziergang ist hier wirklich entspannend. Bei schönem Wetter ist am Aasee viel los, da es dort auch große Grünflächen und ein paar Gastronomiebetriebe gibt.
Insgesamt hat der Aasee eine Größe von etwa 40 Hektar und eine Länge von 2,3 km. Wenn man also einen kleinen Spaziergang oder eine Runde Joggen um den See machen möchte, sind das gut 5 km. Wer keine Lust zum Laufen hat, kann im Sommer auch Tretboot fahren auf dem Aasee und ein Ruderboot oder Kanu mieten.
Auf dem Aasee fährt auch die Solaaris. Ein Boot, das mit Elektromotoren angetrieben wird, die über Solarzellen auf dem Dach mit Strom versorgt werden.
Zwinger
Am nordöstlichen Rand der Altstadt an der Promenade steht der Zwinger, der wahrscheinlich Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut wurde. Im Laufe seiner Geschichte diente er verschiedenen (traurigen) Zwecken, zum Beispiel als Gefängnis oder als Hinrichtungsstätte der Gestapo.
Hafen von Münster
Im Binnenhafen im Osten der Stadt haben sich Künstler, Restaurants und Cafés in alten Lagerhäusern entlang des sogenannten „Kreativkai” niedergelassen. Neben Clubs und Ateliers gibt es auch Bürogebäude, in denen Werbeagenturen und andere Kreative untergekommen sind.
Und wenn du schon mal am Hafen bist, solltest du auch einen Abstecher zum Dortmund-Ems-Kanal machen.
Kiepenkerl
Das Kiepenkerl-Denkmal der Stadt Münster steht am Spiekerhof. Der Kiepenkerl wurde durch die „Amokfahrt von Münster” bekannt. Am 7. April 2018 tötete der Täter erst vier Menschen und dann sich selbst.
Museen
Pablo Picasso Kunstmuseum
Das Kunstmuseum Pablo Picasso ist das einzige Picasso-Museum in Deutschland und hat eine umfangreiche Sammlung von Lithografien des Malers, die in wechselnden Themenbereichen gezeigt werden.
Stadtmuseum Münster
Das Stadtmuseum Münster erzählt mit vielen Exponaten die komplette Geschichte der Stadt von ihrer Gründung bis heute. Der Eintritt ins Museum ist kostenlos. Außerdem gibt's im Stadtmuseum regelmäßig Sonderausstellungen.
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Das LWL-Museum hat eine beeindruckende Sammlung aus über 1000 Jahren Kunstgeschichte vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Jeden zweiten Freitag im Monat ist der Eintritt ins Museum von 18 Uhr bis Mitternacht kostenlos.





